5. Die Absage vor dem Anfang

Es gibt ja eine noch recht neuartige Methode, die uns Singles zusammenführen kann und soll. Die Rede ist natürlich von zahllosen Internetplattformen, die uns immer wieder eines versprechen: Den Traumpartner zu finden. Nicht mehr und nicht weniger. Und nachdem wir dann Profile ausgefüllt haben – teilweise nutzlose und unmögliche Fragen beantwortet haben – kann es dann endlich losgehen. Die von uns erlebten Geschichten führten bislang nicht zum Traumpartner und auch nicht zum Happy End. Zurück zur Absage vor dem Anfang. Wenn man also alle Vorbereitungen getroffen hat, neben den ganzen Fragen auch noch möglichst tolle Fotos hochgeladen hat, dann kommen die ersten Klicks, die ersten Nachrichten und vielleicht auch die erste Verabredung. Der Tag der Verabredung ist dann so eine Sache. Ich will lieber nicht darauf eingehen, wie groß die Enttäuschung sein kann, wenn ein Foto allzu schmeichelhaft war und so gar nicht dem entspricht, was versprochen wurde. Lassen wir uns einen Blick darauf werfen, mit welchen Erklärungen (ich nenne es wohlwollend mal so) es gar nicht erst zum Date kommt:

Sehr beliebt ist natürlich der Faktor Krankheit und der hat den entscheidenden Vorteil, dass man nach der vermeintlichen Krankheit einfach in der Versenkung verschwinden kann. Denn durch die vielen, vielen anderen Singles auf der jeweiligen Plattform ist es nicht schwierig, schnell wieder vergessen zu werden. Hin und wieder ein Vorteil. Denn eines muss ich sagen – dies ist nun auch mal eine Absageform, die ich selbst schon angewandt habe.

Und dann sind da natürlich die Absagen, die immer unglaubliche Schicksalsschläge vermuten lassen. Egal ob nun nahe Angehörige, Haustiere oder wer auch immer gestorben ist, es ist derzeit unmöglich, zu einem Date zu erscheinen. Auch die „momentane Lebenssituation“ sehr schön! Wat glaubt ihr eigentlich? Liebe Single-Internet-Männer, wir müssen auch zur Arbeit, haben Ex-Partner, Stress oder sonst was. Aber wir sind trotzdem bereit, zu einem Date zu erscheinen. Ein Date ist meistens ganz wenig stressig. Entweder man unterhält sich nett, findet sich supi toll oder aber geht nach dem Kaffee wieder nach Hause. Gar nicht so schlimm. Euch sei verziehen, denn wie gesagt, ich hab das auch schon so gemacht.

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One Response to 5. Die Absage vor dem Anfang

  1. Karin says:

    liest sich gut, man man…interessant aber stimmt…:)

    Ganz lieber Gruß von mir

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