7. „Wenn wir nicht zusammen arbeiten würden, dann JA.“

Wie heißt es so schön? Don´t fuck in the factory. Dieses siebente Beispiel zeigt, dass es stimmt. Fang nie was mit Arbeitskollegen an. Und doch wissen wir, dass sich viele Paare auf der Arbeit kennen gelernt haben. Na, dann – warum nicht. Da wir ja schon überall gesucht haben und nicht fündig geworden sind, betrachtet man sich den einen oder anderen Arbeitskollegen mal genauer. Und dann stellt man fest, dass man sich super versteht – auch bei Themen, die nicht die Arbeit betreffen. Man geht mal ein Feierabendbierchen trinken und die Flirtereien fangen an, richtig Spaß zu machen. Dann folgen private Partys, zu denen man dann auch den Kollegen einlädt. Auf diesen Partys kommt man sich mit Hilfe von Tequila noch näher – kurzum, es passiert. Über die Qualität von „Es passiert“ schweige ich an dieser Stelle. Wichtig ist, dass man, nach dem es passiert war, wieder zusammen arbeiten muss. Und dass es natürlich total unverbindlich war. Keine Worte, was das nun zu bedeuten hat und wenn, dann eben unverbindliche Worte. Gar nicht so schlecht. Auf die Dauer nicht machbar. Irgendwann hält vor allem sie dieses Unverbindliche nicht aus und fragt mal direkt nach. Zunächst ist seine Antwort wieder ausweichend. Und dann erwähnt er einen Streit, den beide mal hatten. Dieser Streit hatte nichts mit der Arbeit und auch nichts mit dem „Es“ zu tun, aber er war da. Und letztendlich meint er, dass man sich ja mal wieder streiten könnte und dann …. Das wirkt sich auf jeden Fall auf die Arbeit aus und das ginge ja nun wirklich nicht. Sie fragt ihn, wie sich die Sache verhalten würde, wenn sie nicht zusammen arbeiten würden. Darauf er: „Wenn wir nicht zusammen arbeiten würden, dann JA.“

Na herzlichen Dank. Soviel zu: viele Paare finden sich auf der Arbeit.

Nachtrag: Er lebt inzwischen in einer glücklichen Partnerschaft. Er hat sie nicht auf der Arbeit kennen gelernt. Sie wollen heiraten. Ich freue mich an dieser Stelle für ihn.

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